{"id":261,"date":"2017-01-28T10:58:57","date_gmt":"2017-01-28T10:58:57","guid":{"rendered":"http:\/\/pro-teuto.de\/pt\/?page_id=261"},"modified":"2017-02-05T17:36:27","modified_gmt":"2017-02-05T17:36:27","slug":"gesetzliche-anforderungen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.pro-teuto.de\/?page_id=261","title":{"rendered":"Gesetzliche Anforderungen"},"content":{"rendered":"<h3>Die europ\u00e4ische Wasserrahmenrichtlinie und die gesetzlichen Anforderungen<\/h3>\n<p>Wasser ist die Voraussetzung f\u00fcr jedes Leben und essentielle Ressource in der Landwirtschaft, in der Wirtschaft und im Alltag der Menschen. Der bewusste Umgang mit Wasser stellt deshalb eine zentrale S\u00e4ule der nachhaltigen Entwicklung dar\u00a0und ist gerade durch Klimawandel, Bev\u00f6lkerungswachstum und Trinkwassermangel eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.<\/p>\n<p>Die <strong>Wasserrahmenrichtlinie <\/strong>verpflichtet die Beh\u00f6rden diese Ressource besonders zu sch\u00fctzen. Die B\u00fcrgerinitiative Pro Teuto e. V. bem\u00fcht sich immer wieder darum, der interessierten \u00d6ffentlichkeit fachliche und sachliche Informationen zum Thema &#8222;Kalkabgrabung im Teutoburger Wald&#8220; und den m\u00f6glichen Folgen f\u00fcr die Umwelt und das Wasser n\u00e4her zu bringen. Die Mitb\u00fcrger sollen die Gelegenheit erhalten, in die aktuellen Entscheidungsprozesse einbezogen zu werden.<\/p>\n<p>Die dem <strong>Gemeinwohl<\/strong> dienenden Schutzma\u00dfnahmen haben nach dem geltenden Recht obersten Vorrang, denn auch hief\u00fcr gilt der Beschluss des <strong>Verschlechterungsverbotes aller EU Mitgliedsstaaten.<\/strong><\/p>\n<p>Nicht nur die <strong>Qualit\u00e4t,<\/strong> sondern auch die <strong>Quantit\u00e4t<\/strong> des Wassers ist in der \u201eEurop\u00e4ischen Wasserrahmenrichtlinie\u201c als besonders sch\u00fctzenswert hervorgehoben.<\/p>\n<p>In einem Verfahren um Nutzungskonflikte zwischen \u00d6kosystemschutz Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser-Verordnung [OGewV 2011]), verschiedenen Naturschutzvorhaben (Natura 2000, FFH-Richtlinie, etc.) und wirtschaftlichen Interessen (z.B. Rohstoffgewinnung) stellt sich die Frage nach Priorisierung und <strong>Vorrang der konkurrierenden Interessen<\/strong>. Insbesondere die f\u00fcr den Teutoburger Wald benannten Schutzziele der Natura 2000-Richtlinie sowie die qualitativ und quantitativ dem Verschlechterungsverbot unterliegenden Grund- und Oberfl\u00e4chenwasserk\u00f6rper, nehmen mit ihrer gro\u00dffl\u00e4chigen \u00f6kologischen und sozialen Funktion eine hervorzuhebende Stellung im Abw\u00e4gungsprozess gegen Nutzungsformen zur Rohstoffgewinnung und lokalen Schadstoffemissionen, mit irreversiblen und langzeitlichen Beeintr\u00e4chtigungen ein.<\/p>\n<p>Solche <strong>Nutzungskonflikte<\/strong> m\u00fcnden in Ver\u00e4nderungsverfahren, in die alle Vorbelastungen der Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser, der Grundwasserk\u00f6rper sowie der betroffenen Schutzg\u00fcter einzubeziehen sind. Prognosen stellen die zu erwartenden Ver\u00e4nderungen in den betroffenen \u00d6kosystemen dar. Grundlage solcher Prognosen sind langj\u00e4hrige beweissichernde Untersuchungen der floristischen und faunistischen Schutzg\u00fcter sowie der Grund- und Oberfl\u00e4chenwasserk\u00f6rper. F\u00fcr das Monitoring (Beobachtung \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum) der im vorliegenden Fall gesch\u00fctzten Quellhorizonte ist eine gesonderte mehrj\u00e4hrige, hydrogeologische Beweissicherung durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Kommission fasste verbindlich die folgenden Beschl\u00fcsse:<\/p>\n<ul>\n<li>F\u00fcr Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser ist bis zum <strong>15.12.2015<\/strong> ein guter \u00f6kologischer Zustand zu erreichen (OGewV, EG-WRRL).<\/li>\n<li>Das Gleichgewicht zwischen Grundwasserentnahme und Grundwasserneubildung ist unbedingt zu gew\u00e4hrleisten. Ein guter mengenm\u00e4\u00dfiger und auch chemischer Zustand ist zu erreichen.<\/li>\n<li>In FFH-Gebieten sind der Fortbestand und die Wiederherstellung eines g\u00fcnstigen Erhaltungszustandes der Lebensraumtypen und Habitate zu sichern.<\/li>\n<li><strong>Negative Ver\u00e4nderungen der Wasserk\u00f6rper und Schutzziele sind auszuschlie\u00dfen<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr die Schutzg\u00fcter des Teutoburger Waldes bedeutet dieses vorrangig den <strong>Schutz der Quellen<\/strong> und quellnahen Wasserl\u00e4ufe. Nach den europ\u00e4ischen FFH-Richtlinien stellen sie selbst ein Schutzgut dar (Priorit\u00e4rer Lebensraum 7220, Kalktuffquellen) und fungieren dar\u00fcber hinaus als wesentliche Existenzgrundlage der meisten, im Gebiet als sch\u00fctzenswert ausgewiesenen Arten (DE-3813-302, 2001).<\/p>\n<p>Auf der eigenen Homepage verweist der Kreis Steinfurt auf die besondere Verpflichtung durch die <strong>Wasserrahmenrichtlinie.<\/strong><\/p>\n<p>Auszug aus der Homepage des Kreis Steinfurt:<\/p>\n<table border=\"1\" bgcolor=\"#f5f5f5\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>Wasser ist die Grundvoraussetzung allen Lebens. Deshalb bedarf der Gew\u00e4sserschutz unserer besonderen Aufmerksamkeit. Das zeigt sich auch mit der Wasserrahmenrichtlinie auf europ\u00e4ischer Ebene immer st\u00e4rker.<\/em><\/p>\n<p><em>Wasser ist einer der wichtigsten Bestandteile des Naturhaushaltes, ein kostbares Nahrungsmittel und deshalb ein besonders sch\u00fctzenswertes Gut. <\/em><\/p>\n<p><em>Das Wasservorkommen muss so bewirtschaftet werden, dass es dem Wohl der Allgemeinheit und im Einklang mit ihm auch dem Nutzen einzelner dient. Vermeidbare Beeintr\u00e4chtigungen m\u00fcssen unterbleiben.<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Quellenangaben:<\/em><\/p>\n<p><em>Unser Beitrag basiert auf Ausz\u00fcgen aus den Europ\u00e4ischen Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL), der Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser-Verordnung (OGewV) und unten aufgef\u00fchrten Quellen<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>RICHTLINIE 2000\/60\/EG DES EUROP\u00c4ISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 23. Oktober 2000 zur Schaffung eines Ordnungsrahmens f\u00fcr Ma\u00dfnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><em>Das wasserrahmenrechtliche \u201eVerschlechterungsverbot\u201c und \u201eVerbesserungsgebot\u201c: Projekterschwerende \u201eVer\u00e4nderungssperre\u201c oder flexibles wasserrechtliches Fachplanungsinstrument? <\/em><em>von Klaus F\u00fc\u00dfer, Rechtsanwalt und Fachanwalt f\u00fcr Verwaltungsrecht (Leipzig), Marcus Lau, Rechtsanwalt (Leipzig)*<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><em>Das Verschlechterungsverbot der europ\u00e4ischen Wasserrahmenrichtlinie in der Stellungnahme, <\/em><em>Sabine H\u00e4nel, Stephanie Rebsch, <\/em>2005, Az. 22 B 95.2188<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>DE-3813-302 (2001): Schutzziele und Ma\u00dfnahmen zu NATURA 2000 Gebieten Landesanstalt f\u00fcr \u00d6kologie, Bodenordnung und Forsten NRW (Stand: August 2001).<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.naturschutz-fachinformationssysteme-nrw.de\/natura2000-meldedok\/de\/fachinfo\/listen\/meldedok\/DE-3813-302\">http:\/\/www.naturschutz-fachinformationssysteme-nrw.de\/natura2000-meldedok\/de\/fachinfo\/listen\/meldedok\/DE-3813-302<\/a> (zuletzt genutzt am: 20.11.2014)<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>OGewV (2011): Verordnung zum Schutz der Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser (Oberfl\u00e4chengew\u00e4sserverordnung &#8211; OGewV), vom 20. Juli 2011 (BGBl. I S. 1429)<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die europ\u00e4ische Wasserrahmenrichtlinie und die gesetzlichen Anforderungen Wasser ist die Voraussetzung f\u00fcr jedes Leben und essentielle Ressource in der Landwirtschaft, in der Wirtschaft&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-261","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pro-teuto.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/261","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pro-teuto.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pro-teuto.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pro-teuto.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pro-teuto.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=261"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.pro-teuto.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/261\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":674,"href":"https:\/\/www.pro-teuto.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/261\/revisions\/674"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pro-teuto.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=261"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}