{"id":276,"date":"2017-01-28T11:06:54","date_gmt":"2017-01-28T11:06:54","guid":{"rendered":"http:\/\/pro-teuto.de\/pt\/?page_id=276"},"modified":"2017-02-05T17:29:03","modified_gmt":"2017-02-05T17:29:03","slug":"arbeitsplaetze","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.pro-teuto.de\/?page_id=276","title":{"rendered":"Arbeitspl\u00e4tze"},"content":{"rendered":"<h3>M\u00fcssen wir die Erweiterung des Kalkabbaus gezwungenerma\u00dfen akzeptieren, um Arbeitspl\u00e4tze zu sichern?<\/h3>\n<p>Der Verlust des Arbeitsplatzes ist f\u00fcr jeden Menschen ein schlimmes Schicksal, jeder einzelne Arbeitsplatz ist deshalb schutzw\u00fcrdig und ein hohes Gut. Die Frage ist nur, ob durch eine weitere Ausweitung der Kalkabbaufl\u00e4chen tats\u00e4chlich insgesamt Arbeitspl\u00e4tze erhalten werden.<\/p>\n<p>Im Februar 1999 erhielt die damalige Firma Dyckerhoff Kalkabbaurechte \u00fcber 30 ha Buchenwald. Diese Genehmigung versorgt das Zementwerk noch bis ca. 2027 mit Abbaufl\u00e4chen. Der \u201eErhalt der Arbeitspl\u00e4tze\u201c war damals f\u00fcr die Erteilung der Abbaugenehmigung das st\u00e4rkste Argument. Der Sicherung der Arbeitspl\u00e4tze wurde damals Vorrang einger\u00e4umt vor den Belangen des Naturschutzes.<\/p>\n<p>Wenn man sich die Entwicklung der Arbeitspl\u00e4tze im Zeitablauf ansieht, war in der Firmengeschichte Buzzi\/Dyckerhoff AG die Erteilung langfristiger Abbaurechte leider kein Garant f\u00fcr den Erhalt der Arbeitspl\u00e4tze. Im Jahre 1995 z\u00e4hlte die Belegschaft der Firma Dyckerhoff Zement GmbH in Lengerich noch 495 Personen <em>(Quelle: Kalkgutachten vom Mai 1997, Kurzfassung, Seite 253). <\/em><br \/>\nDie Abbaugenehmigung wurde 1999 erteilt.<\/p>\n<p>Nur zwei Jahre nach Inbetriebnahme des neuen Drehofens No 8 wurden bereits zahlreiche Arbeitspl\u00e4tze abgebaut. Die Belegschaft hat heute noch ca. 200 Mitarbeiter. <em>(Quelle: Bauantrag\/Antrag auf Vorbescheid\/ vom 17.10.2010, Anlage 1\/7 zu VVBau \/Pr\u00fcf VO)<\/em><\/p>\n<p>Es stellt sich somit die Frage, ob langfristige Abbaugenehmigungen, die kapitalintensive Investitionen f\u00f6rdern, auch tats\u00e4chlich Arbeitspl\u00e4tze erhalten. Im Jahre 2027, wenn die heute bereits genehmigten Abbaufl\u00e4chen ausgesch\u00f6pft sein werden, sind viele der heutigen Mitarbeiter bereits im wohlverdienten Ruhestand.<\/p>\n<h3>Nachhaltige Besch\u00e4ftigungssicherung und gesamtwirtschaftliche \u00dcberlegungen<\/h3>\n<p>Bei der Betrachtung der Arbeitsplatzthematik blieben bisher gesamtwirtschaftliche \u00dcberlegungen v\u00f6llig unber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Dabei ist die Diskussion nicht offen f\u00fcr neue, zukunftsf\u00e4hige Arbeitspl\u00e4tze, die im Bereich des Rohstoffrecyclings und in anderen umweltvertr\u00e4glich wirtschaftenden Bereichen entstehen.<\/p>\n<p>Eine Reduzierung der Prim\u00e4rrohstoffwirtschaft zugunsten der Naherholung, des Tourismus, der Recyclingwirtschaft und der nachhaltigen Forstwirtschaft wurde bisher gar nicht in Erw\u00e4gung gezogen. Es stellt sich die Frage, wie viele Arbeitspl\u00e4tze im Tourismus oder in der Landwirtschaft dauerhaft verhindert werden, wenn der Teutoburger Wald weiter systematisch abgeholzt wird.<\/p>\n<p>Im Falle einer weiteren Ausweitung von Abbaufl\u00e4chen werden unsere Kinder in wenigen Jahren wieder vor dem gleichen Konflikt &#8222;Naturschutz oder Kalksteinabbau&#8220; stehen, allerdings unter erschwerten Bedingungen, wenn der Klimawandel und das Artensterben weiter fortschreiten. Dieser Konflikt ist ein wiederkehrender Konflikt, solange nicht alternative, nachhaltige Besch\u00e4ftigungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Menschen geschaffen werden. Dieses ist ein politische Aufgabe aller verantwortlichen Parteien.<\/p>\n<p>Schon 1997 wurde im Arbeitskreis, der den &#8222;Kompromi\u00dfvorschlag&#8220; zum Kalkgutachten (1997) ausgearbeitet hat, auf die Kl\u00e4rung der auch in 25 Jahren andauernden Problematik im Teutoburger Wald in arbeitsmarktpolitischer Hinsicht deutlich hingewiesen<\/p>\n<p><em>(Quelle: 1997; Fortschreibung des GEP f\u00fcr den Regierungsbezirk M\u00fcnster &#8211; Teilabschnitt M\u00fcnsterland- Stellungnahme des BUND e.V.).<\/em><\/p>\n<p>Die Forderung des Deutschen Gewerkschaftsbundes lautete 1997: &#8220; die Einrichtung eines Arbeitskreises, der sich mit den M\u00f6glichkeiten zur perspektivischen L\u00f6sung der Konflikte zwischen Naturschutz und Kalksteinabgrabungen befasst&#8220;.<\/p>\n<p><em>(Quelle: 1997; Fortscheibung des GEP <\/em><em>f\u00fcr den Regierungsbezirk M\u00fcnster &#8211; Teilabschnitt M\u00fcnsterland<\/em><em> &#8211; Stellungnahme des DGB). <\/em><\/p>\n<p>Leider ist bis heute nichts passiert, ein Arbeitskreis wurde nicht gegr\u00fcndet. Statt dessen wurde das Problem auf nachfolgende Generationen verlagert. Werden wir es genauso machen?<\/p>\n<p>Die dauerhafte Zerst\u00f6rung des Landschaftsbildes und der Landschaftsstruktur ist eine schwere B\u00fcrde f\u00fcr unsere Kinder und Enkel. Was werden sie mit ein paar hundert Hektar ver\u00f6deter Landschaft anfangen ? Wer bezahlt denn eigentlich den finanziellen Schaden, der durch die Zerst\u00f6rung unseres Lebensraumes entsteht ?<\/p>\n<h3>Die Zeit ist reif f\u00fcr neue Konzepte im Einklang mit der Natur.<\/h3>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcssen wir die Erweiterung des Kalkabbaus gezwungenerma\u00dfen akzeptieren, um Arbeitspl\u00e4tze zu sichern? 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