{"id":427,"date":"2017-01-28T12:28:04","date_gmt":"2017-01-28T12:28:04","guid":{"rendered":"http:\/\/pro-teuto.de\/pt\/?page_id=427"},"modified":"2017-02-05T18:01:26","modified_gmt":"2017-02-05T18:01:26","slug":"antrag-klaerschlammverbrennung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.pro-teuto.de\/?page_id=427","title":{"rendered":"Antrag Kl\u00e4rschlammverbrennung"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pro-teuto.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/qualmwerk.jpg\" alt=\"\" width=\"635\" height=\"154\" class=\"alignnone size-full wp-image-682\" srcset=\"https:\/\/www.pro-teuto.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/qualmwerk.jpg 635w, https:\/\/www.pro-teuto.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/qualmwerk-300x73.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 635px) 100vw, 635px\" \/><\/p>\n<h3>Kl\u00e4rschlammverbrennung im Dauerbetrieb konnte bisher erfolgreich verhindert werden<\/h3>\n<p>Am 20.04.2011 erhielt das Werk Buzzi\/Dyckerhoff die Genehmigung zum befristeten Einsatz von Kl\u00e4rschlamm als Brennstoff im Probebetrieb. Es wurde eine Einsatzquote von 6t\/h genehmigt, das sind 144 Tonnen am Tag. Die Auflage der Bezirksregierung M\u00fcnster, sp\u00e4testens 6 Monate nach Versuchsbeginn die Einhaltung der Grenzwerte im Abgas bei maximal zugelassenem Kl\u00e4rschlammeinsatz (6t\/h) und bei mind. 70% Sekund\u00e4rbrennstoffeinsatz nachzuweisen, wurde nicht erf\u00fcllt. Die erzielten Me\u00dfwerte waren nicht repr\u00e4sentativ und nach Aussage der Bezirksregierung &#8222;nur sehr begrenzt aussagef\u00e4hig&#8220;.<\/p>\n<p>Die Kl\u00e4rschl\u00e4mme werden von Zwischenh\u00e4ndlern bezogen und stammen aus Kl\u00e4ranlagen verschiedener St\u00e4dte. Im Falle einer \u00dcberschreitung der zul\u00e4ssigen Schwermetallgrenzwerte im angelieferten Kl\u00e4rschlamm muss deshalb zun\u00e4chst einmal das Kl\u00e4rwerk identifiziert werden, welches die erh\u00f6hten Werte verursacht. Das kostet Zeit.<\/p>\n<p><strong>Der genehmigte Probebetrieb ist am 13.Juli 2013 abgelaufen<\/strong>. Die Genehmigung f\u00fcr den Dauerbetrieb wurde bisher nicht erteilt, weil engagierte B\u00fcrger sich aktiv am \u00f6ffentlichen Anh\u00f6rungsverfahren beteiligt haben. Das Verfahren unter Beteiligung der \u00d6ffentlichkeit erstreckte sich \u00fcber 3 volle Tage. 694 Personen haben schriftliche Einwendungen gegen das Verfahren erhoben.<\/p>\n<p>Besonders problematisch bei der Kl\u00e4rschlammverbrennung ist, dass die Verbrennungstemperaturen im Ofen 8 auch unter ung\u00fcnstigsten Bedingungen zu keinem Zeitpunkt l\u00e4nger als 2 Sek. unter 850\u00b0C (bzw. 1100 \u00b0C bei Verbrennung halogenhaltigen L\u00f6semitteln) absinken d\u00fcrfen, weil sonst sch\u00e4dliche Stoffe freiwerden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Da der beantragte Kl\u00e4rschlamm nass ist (70% Feuchtigkeit) bef\u00fcrchtet Pro Teuto, dass sich die Verbrennungsbedingungen im Ofen nicht immer kontrollieren lassen bei gleichzeitiger Verbrennung mit anderen Stoffen.\u00a0 Die beantragte Verl\u00e4ngerung des Probebetriebes sollte laut Antrag dazu dienen, &#8222;anlagetechnische Optimierungen&#8220; vorzunehmen und es sollen &#8222;weitere Erkenntnise zum Emissionsverhalten der Anlage bei der Mitverbrennung von Kl\u00e4rschlamm gewonnen werden&#8220; (siehe Amtsblatt der Bezirksregierung M\u00fcnster vom 16.05.2012). Pro Teuto e.V. wendet sich entschieden gegen diese &#8222;Erprobungsversuche&#8220; zum Emmissionsverhalten des Ofens.<\/p>\n<p>Das Umweltbundesamt erkl\u00e4rt zum Einsatz von Kl\u00e4rschl\u00e4mmen in Zementwerken, dass \u00fcber eine Entw\u00e4sserung hinaus eine Volltrocknung erforderlich ist*. Pro Teuto geht davon aus, dass es daf\u00fcr einen guten fachlichen Grund gibt. Die Verbrennung von nassem Kl\u00e4rschlamm ist jedoch vermutlich wirtschaftlich lukrativer. (*Quelle: Kl\u00e4rschlammentsorgung in der BRD Seite 22, UBA)<\/p>\n<p>Es ist uns auch in Deutschland kein zweites Zementwerk bekannt, wo nasser Kl\u00e4rschlamm ohne vorherige thermische Trocknung verbrannt werden darf.<\/p>\n<p>Kl\u00e4rschl\u00e4mme sind h\u00e4ufig hoch belastet mit zahlreichen Schwermetallen, u.a. mit Quecksilber (in Abh\u00e4ngigkeit von der Herkunft). Dieses Quecksilber ist leichtfl\u00fcchtig und wird durch den Zement stofflich nicht gebunden. Obwohl der \u00fcberwiegende Teil dieser Stoffe abgeschieden wird, gelangen \u00fcber den Abgasstrom Schwermetalle in die Umwelt. Je nach Wetterlage werden diese dann in die Umgebung transportiert. Diese Schwermetalle k\u00f6nnen sich in der Umwelt anreichern.<br \/>\nWir wenden uns gegen den schleichenden Ausbau des Zementwerks zu einer M\u00fcllverbrennungsanlage. Der Standort des Zementwerkes im Stadtgebiet direkt zwischen Schulen und Kinderg\u00e4rten ist nach unserer Auffassung f\u00fcr die Mitverbrennung von Kl\u00e4rschlamm und gef\u00e4hrlichen Stoffen (z.B. halogenhaltige L\u00f6semitteln) grunds\u00e4tzlich nicht geeignet.<\/p>\n<p>Das FFH (Flora, Fauna, Habitat) Schutzgebiet \u201eTeutoburger Wald und Intruper Berg\u201c befindet sich in unmittelbarer N\u00e4he des Zementwerkes. Eine FFH Vertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfung &#8211; nach europ\u00e4ischem Recht &#8211;\u00a0 ist deshalb nach Auffassung der B\u00fcrgerinitiative unabdingbare Voraussetzung f\u00fcr ein Genehmigungsverfahren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kl\u00e4rschlammverbrennung im Dauerbetrieb konnte bisher erfolgreich verhindert werden Am 20.04.2011 erhielt das Werk Buzzi\/Dyckerhoff die Genehmigung zum befristeten Einsatz von Kl\u00e4rschlamm als Brennstoff&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-427","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pro-teuto.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/427","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pro-teuto.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pro-teuto.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pro-teuto.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pro-teuto.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=427"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.pro-teuto.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/427\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":694,"href":"https:\/\/www.pro-teuto.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/427\/revisions\/694"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pro-teuto.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=427"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}