{"id":1274,"date":"2018-05-13T19:36:02","date_gmt":"2018-05-13T19:36:02","guid":{"rendered":"http:\/\/pro-teuto.de\/?p=1274"},"modified":"2018-05-13T21:38:40","modified_gmt":"2018-05-13T21:38:40","slug":"bezirksregierung-beantwortet-kritische-fragen-von-pro-teuto-zur-betriebsstoerung-im-zementwerk-lengerich-vom-23-03-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pro-teuto.de\/?p=1274","title":{"rendered":"Bezirksregierung beantwortet kritische Fragen von Pro Teuto zur Betriebsst\u00f6rung im Zementwerk Lengerich vom 23.03.2018"},"content":{"rendered":"<p>Betreff: Betriebsst\u00f6rung im Werk Dyckerhoff in Lengerich am <strong><span style=\"text-decoration: underline;\">23.03.2018<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Sehr geehrte Damen und Herren der Bezirksregierung.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wn.de\/Muensterland\/Kreis-Steinfurt\/Lengerich\/3237355-Zwischenfall-bei-Dyckerhoff-Zementklinkerstaub-ausgetreten\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die WN berichtete am 30.3.2018<\/a> von einer erneuten Betriebsst\u00f6rung im Zementwerk Dyckerhoff am 23.03.18, bei der es \u201egestaubt habe\u201c.<\/p>\n<p>(Die letzte Betriebsst\u00f6rung datiert vom 26.08.2016).<\/p>\n<p>Es wird beschrieben, dass \u201eim W\u00e4rmetauscher ein \u00dcberdruck entstanden sei, der letztlich zum Staubaustritt gef\u00fchrt habe\u201c. Diese Formulierung legt nahe, dass die Stoffe infolge des \u00dcberdrucks durch Undichtigkeiten am W\u00e4rmetauscher entwichen sind. Nach unserer Kenntnis gibt es am W\u00e4rmetauscherturm \u00fcblicherweise keine Abgasmesseinrichtungen, die eine verbindliche Aussage \u00fcber die Beschaffenheit der ausgetretenen Stoffe ohne entsprechende Analyse von Stoffproben zul\u00e4sst.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang bitten wir um Beantwortung der folgenden Fragen:<\/p>\n<p>a.) Was genau war die Ursache der Betriebsst\u00f6rung? Die Begr\u00fcndung aus der WN, dass \u201eam Eingang zum Drehrohrofen 8 etwas zu viel Rohmehl in den Ofen gefallen ist\u201c irritiert, da das Rohmehl nicht zuf\u00e4llig in den Ofen f\u00e4llt, sondern die Menge der Rohmehlaufgabe unserer Kenntnis nach \u00fcblicherweise technisch exakt gesteuert und gemessen wird.<\/p>\n<p>BR MS: <em>Vom 22.03 zum 23.03.2018 kam es um circa 01:30 Uhr durch einen Ansatzfall im W\u00e4rmetauscher zu \u00dcberdruck im Drehofen und dadurch zur Staubemission am Drehofenkopf. Dem Ansatzfall vorausgegangen waren schwankende Rohmehlmengen aufgrund von Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten in der Zufuhr der Brennstoffe. Deren Ursache lag in elektrischen St\u00f6rungen im Bereich der Brennstoffversorgung.<\/em><\/p>\n<p>b.) Wie lange dauerte der Zeitraum des unkontrollierten Stoffaustritts gerechnet vom Zeitpunkt der Wahrnehmung der Betriebsst\u00f6rung bis zu dem Zeitpunkt, als der Ofen vollst\u00e4ndig heruntergefahren war?<\/p>\n<p>BR MS: <em>Nachdem es zum Ansatzfall und zur Staubemission gekommen ist, wurde der Drehofen au\u00dfer Betrieb genommen. Nach Angaben des Betreibers konnte innerhalb von 3 Minuten nach Wahrnehmung der St\u00f6rung, die Ursache der Staubemission gestoppt werden.<\/em><\/p>\n<p>c.) Aus diesem Zeitraum kann man sicher auch die Menge der ausgetretenen Stoffe berechnen. Welche Mengen an Stoffen sind nach ihrer Berechnung ausgetreten?<\/p>\n<p>BR MS: <em>Die Menge an ausgetretenem Staub wurde durch den Betreiber auf ca. 500 kg abgesch\u00e4tzt. Der \u00fcberwiegende Anteil der ausgetretenen Menge lagerte um den Drehofenkopf und konnte durch den Betreiber aufgenommen werden.<\/em><\/p>\n<p>d.) War das Rohmehl im W\u00e4rmetauscher bereits mit toxischen Filterst\u00e4uben angereichert? Da die im Verbrennungsprozess abgeschiedenen Filterst\u00e4ube dem Rohmehl als Zuschlagsstoff zugesetzt werden bef\u00fcrchten wir, dass das Rohmehl auch Filterst\u00e4ube und andere Zuschlagsstoffe enthielt. Bitte teilen Sie uns mit, welche Stoffe genau in dieser Produktionsphase dem Rohmehl zugeschlagen sind<\/p>\n<p>BR MS: <em>Bei dem ausgetretenen Staub handelt es sich um Material, dass bereits chemisch weitgehend umgesetzt, und nahezu vollst\u00e4ndig ents\u00e4uert war. Das ausgetretenen Material war daher eine Mischung aus ents\u00e4uertem Rohmehl und Zementklinkerstaub.<\/em><\/p>\n<p>e.) Wurden seitens der \u00dcberwachungsbeh\u00f6rde Proben der ausgetretenen Stoffe genommen und von einem unabh\u00e4ngigen Pr\u00fcfinstitut untersucht? In diesem Fall \u00fcbersenden Sie uns bitte die Pr\u00fcfungsprotokolle.<\/p>\n<p>BR MS: <em>Es wurden keine Proben durch die BR M\u00fcnster genommen. Da das ausgetretene Material bekannt war, bestand hierf\u00fcr keine Veranlassung.<\/em><\/p>\n<p>f.) Welche Vorkehrungen technischer oder organisatorischer Art wurden getroffen, um derartige Betriebsst\u00f6rungen zuk\u00fcnftig auszuschlie\u00dfen?<\/p>\n<p>BR MS: <em>Die technischen St\u00f6rungen in den Anlagen f\u00fcr die Brennstoffversorgung wurden beseitigt.<\/em><\/p>\n<p>g.) Wann und wie haben Sie von der Betriebsst\u00f6rung erfahren?<\/p>\n<p>BR MS: <em>Eine telefonische Benachrichtigung durch die Firma Dyckerhoff GmbH erfolgte erstmals am 23.03.2018. Weitere Benachrichtigungen erfolgten an den darauf folgenden Werktagen.<\/em><\/p>\n<p>h.) Wurde die Bev\u00f6lkerung durch die Bezirksregierung (in ihrer Funktion als \u00dcberwachungsbeh\u00f6rde) informiert &#8211; oder hat man es allein dem Anlagenbetreiber \u00fcberlassen, die Bev\u00f6lkerung und die Stadt Lengerich zu unterrichten?<\/p>\n<p>BR MS: <em>Beschwerden von Anwohnern sind bei der BR M\u00fcnster nicht eingegangen. Die Anwohner wurden umf\u00e4nglich durch die Fa. Dyckerhoff GmbH in Abstimmung mit der BR M\u00fcnster durch verteilte Flyer und pers\u00f6nliche Benachrichtigung informiert. <\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Betreff: Betriebsst\u00f6rung im Werk Dyckerhoff in Lengerich am 23.03.2018 Sehr geehrte Damen und Herren der Bezirksregierung. 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